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IAB- und Photovoltaik-Leads: Anbieter richtig auswählen

Bei IAB- und Photovoltaik-Leads entscheiden vier Punkte über den passenden Anbieter: ob die Leads exklusiv an Sie gehen, wem Werbekonto und Kontaktdaten gehören, ob der Anbieter eigene Energie- oder Anlageprojekte vertreibt und wer Steueraussagen zum Investitionsabzugsbetrag vor der Veröffentlichung prüft. Vergleichen Sie Angebote über die Gesamtkosten pro geführtem Termin, nicht über den Preis pro Lead.

Leerer Besprechungsraum mit zwei Angeboten nebeneinander, Notizblock mit Checkliste und Stift
Symbolbild, KI-generiert

Veröffentlicht 1. November 2026Ali Alizadah

Die kurze Antwort

Für Solarvertriebe, Speicheranbieter und IAB-Investorenvertriebe ist der passende Anbieter der, dessen Leads Sie exklusiv bekommen, dessen Werbeaussagen Sie kennen und freigeben und dessen Kosten Sie bis zum geführten Termin nachrechnen können. Welcher Anbieter-Typ das ist, hängt an Ihrer Vertriebskapazität, Ihrem Zeithorizont und daran, ob Sie ein eigenes Angebot vertreiben oder fremde Projekte vermitteln.

Wer sofort Volumen braucht, findet es eher beim Leadkauf. Wer Werbekonto, Zielgruppen und Daten dauerhaft selbst besitzen will, baut eine eigene Kampagne auf. Beides lässt sich über dieselbe Kennzahl vergleichen.

Vier Anbieter-Typen

Bevor Sie einzelne Angebote vergleichen, lohnt sich die Frage, welches Modell dahintersteht. Die vier gängigen Typen unterscheiden sich weniger im Preis als darin, was nach der Zusammenarbeit bei Ihnen bleibt.

  1. Leadportal oder Leadkauf pro Stück

    Sie kaufen einzelne Kontakte zu einem festen Stückpreis, entweder geteilt (derselbe Kontakt geht an mehrere Firmen) oder exklusiv (zu einem höheren Preis nur an Sie). Schnell verfügbar, ohne eigenes Werbekonto. Die Kampagne, die Werbetexte und die Zielgruppendaten bleiben beim Portal.

  2. Leadlieferant mit Volumenvertrag

    Ein Lieferant sagt eine Menge pro Woche oder Monat zu, meist mit Mindestabnahme und fester Laufzeit. Planbar für Vertriebe mit eigenem Telefonteam. Woher die Kontakte stammen und mit welchen Aussagen sie gewonnen wurden, ist oft nur auf Nachfrage zu erfahren.

  3. Anbieter mit eigenen Energieprojekten

    Das Unternehmen vertreibt eigene Solar-, Speicher- oder IAB-Projekte und gibt Interessenten an Vertriebspartner weiter. Das kann passen, wenn Sie genau diese Projekte vermitteln. Vertreiben Sie eigene oder fremde Angebote, konkurriert der Anbieter mit Ihnen um dieselben Interessenten.

  4. Agentur mit Kampagnen im Kundenkonto

    Die Agentur baut Anzeigen, Formular und Zielgruppen im Werbekonto Ihres Unternehmens. Sie zahlen das Werbebudget direkt an die Werbeplattform und die Betreuung an die Agentur. Die Anfragen kommen aus Ihrer eigenen Kampagne. Dafür braucht der Aufbau einige Wochen, und Werbeaussagen müssen Sie selbst freigeben.

Kriterienvergleich

Die Matrix bewertet jeden Typ danach, wie er typischerweise ausgestaltet ist. Jede Zeile ist so formuliert, dass drei Balken für Sie als Auftraggeber günstig sind.

Tabelle seitlich scrollbar

Anbieter-Typen für IAB- und Photovoltaik-Leads im Vergleich nach Auswahlkriterien
KriteriumLeadportal / LeadkaufLeadlieferant mit VolumenvertragAnbieter mit eigenen ProjektenKampagnen im Kundenkonto
Leads gehen exklusiv an Siekommt darauf an: nur im teureren Exklusivtarifkommt darauf an: vertraglich zu klärenkommt darauf an: hängt an der Zuteilungtrifft regelmäßig zu: Anfragen aus Ihrer eigenen Kampagne
Werbekonto, Formular und Daten gehören Ihnentrifft selten zu: kein eigenes Werbekontotrifft selten zu: kein eigenes Werbekontotrifft selten zu: Kampagne läuft beim Anbietertrifft regelmäßig zu: Werbekonto bei Ihnen, Formular und Daten vertraglich prüfen
Kostenbestandteile offen einsehbarkommt darauf an: Stückpreis klar, Werbekosten und Marge nicht getrenntkommt darauf an: Stückpreis klar, Herkunft oft unklarkommt darauf an: anbieterabhängigkommt darauf an: Mediakosten im Konto sichtbar, Betreuung individuell
Kein Interessenkonflikt mit eigenen Angebotenkommt darauf an: Anreiz zum Mehrfachverkauf bei geteilten Leadskommt darauf an: abhängig vom Liefervertragtrifft selten zu: vertreibt eigene Projekte an dieselbe Zielgruppekommt darauf an: kein Projektinteresse, aber Interesse an laufender Betreuung
Steuer- und Rechtsaussagen vor Veröffentlichung geprüftkommt darauf an: Werbetexte liegen beim Portal, selten einsehbarkommt darauf an: Werbetexte liegen beim Lieferantenkommt darauf an: auf das eigene Projekt zugeschnittenkommt darauf an: nur mit Freigabe durch Sie und Ihren Steuerberater
Kurze Vertragsbindungtrifft regelmäßig zu: oft ohne Mindestabnahmetrifft selten zu: Mindestmengen und Laufzeit üblichkommt darauf an: anbieterabhängigkommt darauf an: Laufzeit je nach Vertrag
Zeit bis zu den ersten Kontaktensofort bis wenige Tagewenige Tage bis Wochenanbieterabhängigeinige Wochen Aufbau und Lernphase
Aufwand im eigenen Vertriebhoch: anrufen, bevor es andere tunmittel bis hoch, je nach Lieferrhythmusmittelmittel: Rückruf, Freigaben, Rückmeldung zur Leadqualität
trifft regelmäßig zukommt darauf antrifft selten zuTypische Ausgestaltung der Modelle, keine Aussage über einzelne Anbieter. Einzelne Anbieter weichen ab; maßgeblich ist der jeweilige Vertrag.

Welcher Typ zu welcher Situation passt

Ein Modell, das für alle passt, gibt es nicht. Am häufigsten unterschätzt wird die eigene Kapazität für schnelle Rückrufe.

Ihre SituationPassender Anbieter-Typ
Sie brauchen sofort Kontakte und können innerhalb von Minuten zurückrufenLeadportal, möglichst exklusiver Tarif
Sie haben ein eigenes Telefonteam und einen gleichmäßigen Bedarf über MonateLeadlieferant mit Volumenvertrag
Sie vermitteln als Vertriebspartner genau die Projekte eines bestimmten AnbietersAnbieter mit eigenen Energieprojekten
Sie vertreiben eigene Anlagen, Speicher oder IAB-Angebote und wollen Werbekonto und Daten dauerhaft selbst aufbauenAgentur mit Kampagnen im Kundenkonto
Ihnen fehlt Kapazität für RückrufeLieferant oder Agentur mit Vorqualifizierung, Kosten pro geführtem Termin vergleichen
Ihr Budget trägt keine mehrwöchige LernphaseLeadkauf in kleinem Umfang testen und Quoten messen

Steueraussagen zum IAB: wer prüft was

Der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG erlaubt Betrieben, bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten eines beweglichen Wirtschaftsguts vorab gewinnmindernd abzuziehen. Voraussetzungen sind unter anderem eine Gewinngrenze von 200.000 € im Abzugsjahr, die betriebliche Nutzung und die Investition innerhalb von drei Jahren. Für Photovoltaikanlagen, deren Einnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei sind, ist ein IAB nach Auffassung von Finanzverwaltung und Rechtsprechung (u. a. FG Köln, 2024) grundsätzlich nicht möglich.

Für die Anbieterauswahl heißt das: Fragen Sie, mit welchen Steueraussagen die Kontakte gewonnen werden und wer sie freigibt. Pauschale Formulierungen wie „Steuern sparen garantiert" ziehen Interessenten an, die im Beratungsgespräch enttäuscht werden, und sind rechtlich angreifbar. Steueraussagen gehören vom Produktanbieter und dessen Steuerberater freigegeben.

Bei Investmentangeboten kommen Prospekt- und Informationspflichten (zum Beispiel nach dem Vermögensanlagengesetz) und die Erlaubnis des Vertriebs (zum Beispiel nach § 34f GewO) hinzu. Diese Pflichten liegen beim Anbieter des Produkts. Außerdem gelten die Werberichtlinien von Meta für Finanz- und Investmentangebote.

Kosten richtig vergleichen

Ein Stückpreis, ein Volumenvertrag und eine eigene Kampagne lassen sich nur über dieselbe Bezugsgröße vergleichen. Der Preis pro Lead ist dafür zu früh im Prozess. Ein frei gewähltes Rechenbeispiel ohne Marktbezug: Ein Lead für 30 € mit 10 % geführten Terminen kostet 300 € pro Termin. Ein Lead für 60 € mit 30 % geführten Terminen kostet 200 € pro Termin.

Tabelle seitlich scrollbar

Kosten pro Lead, pro Termin und pro Abschluss im Vergleich
KriteriumKosten pro LeadKosten pro TerminKosten pro Abschluss
RechnungGesamtkosten geteilt durch LeadsGesamtkosten geteilt durch geführte TermineGesamtkosten geteilt durch Abschlüsse
Sagt auswas ein Kontakt kostetwas ein echtes Gespräch kostetwas ein Auftrag oder eine Zeichnung kostet
Typischer FehlerStückpreis mit reinen Mediakosten einer Kampagne vergleichengebuchte statt geführte Termine zählenKohorten mischen, die Monate auseinanderliegen
Eignet sich fürden ersten Plausibilitätscheckden Vergleich zwischen Anbieter-Typendie Budgetentscheidung
trifft regelmäßig zukommt darauf antrifft selten zuGesamtkosten = Mediakosten + Betreuung + Produktion + gegebenenfalls Vorqualifizierung, oder Stückpreise. Den eigenen Vertriebsaufwand rechnen Sie separat mit.
Mediakosten
Das Werbebudget, das an die Werbeplattform geht. Bei einer Kampagne im eigenen Konto sehen Sie diesen Betrag direkt in der Abrechnung der Plattform.
Betreuung
Strategie, Kampagnenführung, Tests und Reporting durch die Agentur. Wird meist individuell kalkuliert.
Produktion
Anzeigenbilder, Videos, Formular und gegebenenfalls Landingpage.
Vorqualifizierung und Terminierung
Telefonische Erstansprache durch den Anbieter, falls vereinbart. Erhöht die Kosten pro Lead und senkt den Aufwand im eigenen Vertrieb.
Stückpreis
Beim Leadkauf enthält der Preis pro Kontakt Werbekosten und Marge des Anbieters. Vergleichen Sie ihn mit den Gesamtkosten je Lead einer eigenen Kampagne, nicht mit deren Mediakosten.
Eigener Vertriebsaufwand
Die Zeit Ihres Teams für Rückrufe, Nachfassen und Termine. Bei geteilten Leads höher, weil schneller und öfter angerufen werden muss.

Wie sich Mediakosten und Gesamtkosten je Ergebnis rechnen und wie Lead-Einkauf und eigene Kampagne rechnerisch gegenüberstehen, zeigt der Ratgeber Was kosten Immobilien- und Kapitalanlage-Leads? Die Logik gilt für IAB- und PV-Leads genauso, die Zahlen dort stammen aus Immobilien-Kampagnen. Woran Termine verloren gehen, steht in Leads nicht erreichbar: was hilft.

Zwölf Fragen für das Erstgespräch

Stellen Sie diese Fragen jedem Anbieter in der engeren Wahl. Die Antworten auf die ersten vier sollten Sie schriftlich haben, bevor Sie unterschreiben.

  1. Wem gehört das Werbekonto, und wer kann es nach Vertragsende weiter nutzen?

    Im Werbekonto steckt, was die Kampagne über Ihre Zielgruppe gelernt hat. Läuft es auf den Anbieter, beginnen Sie beim Wechsel wieder bei null.

  2. Gehen die Leads an mehrere Firmen, und wenn ja, an wie viele?

    Ein geteilter Kontakt wird am selben Tag von mehreren Vertrieben angerufen. Lassen Sie sich die Zahl der Abnehmer und die Exklusivität schriftlich geben.

  3. Entwickeln oder verkaufen Sie eigene Energie- oder Anlageprojekte?

    Wer selbst Projekte vertreibt, hat ein Interesse daran, die besten Interessenten selbst zu behalten. Die Antwort gehört an den Anfang des Gesprächs.

  4. Wie werden Steueraussagen zum IAB in Anzeigen geprüft, und von wem?

    Ob ein Investitionsabzugsbetrag möglich ist, entscheidet der Einzelfall. Fragen Sie, wer Formulierungen freigibt und ob Ihr Steuerberater oder der des Produktanbieters sie vor dem Start sieht.

  5. Mit welchem Werbetext und auf welcher Seite wurden die Kontakte gewonnen?

    Ein Lead, der mit „Steuern sparen garantiert" geworben wurde, erwartet etwas anderes als Ihr Beratungsgespräch hält. Lassen Sie sich Anzeige und Formular zeigen.

  6. Was kostet ein geführter Termin, nicht nur ein Lead?

    Erst die Kosten pro geführtem Gespräch machen Stückpreis, Volumenvertrag und eigene Kampagne vergleichbar. Fragen Sie nach Erreichbarkeits- und Terminquoten aus vergleichbaren Kampagnen.

  7. Welche Mindestlaufzeit und welche Mindestabnahme gelten?

    Mindestmengen binden Budget, auch wenn die Qualität nachlässt. Klären Sie Kündigungsfrist und Mindestmenge, bevor Sie den Preis verhandeln.

  8. Wie wird die Werbeeinwilligung für Anrufe eingeholt und dokumentiert?

    Für Werbeanrufe bei Verbrauchern verlangt § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, § 7a UWG die Dokumentation. Fragen Sie, ob Zeitpunkt, Einwilligungstext und begünstigtes Unternehmen gespeichert sind.

  9. Welche Fragen stellt das Formular, und wer legt sie fest?

    Eigentum, Dachfläche oder Gewinnsituation im Formular abzufragen senkt die Leadzahl und erhöht den Anteil passender Gespräche. Sie sollten die Fragen mitbestimmen.

  10. Welche Referenzen gibt es aus meinem Segment, mit Zeitraum und Budget?

    Eine Zahl ohne Zeitraum, Region und Budget ist nicht prüfbar. Fallzahlen aus dem Immobilienvertrieb sagen wenig über PV-Speicher oder IAB-Investoren.

  11. Was passiert mit Leads, die falsche Daten enthalten oder nie erreichbar sind?

    Bei Stückpreisen gehört eine Reklamationsregel in den Vertrag. Bei eigenen Kampagnen zeigt sich das in den Quoten, die Sie selbst messen.

  12. Wer ruft die Interessenten zuerst an, und wie schnell?

    Zwischen Lead und Termin entscheidet die Reaktionszeit. Klären Sie, ob Sie selbst anrufen oder ob der Anbieter vorqualifiziert, und was das kostet.

Warnsignale

Ein einzelner Punkt ist noch kein Ausschlusskriterium. Treffen mehrere zu, lohnt sich ein zweiter Blick.

  • Garantierte Leadzahlen oder garantierte Abschlüsse. Planbar sind Kampagnen, nicht das Verhalten der Interessenten.
  • Pauschale Steuerversprechen wie „mit dem IAB sparen Sie garantiert Steuern" in Anzeigen oder im Verkaufsgespräch.
  • Keine Auskunft dazu, wem Werbekonto, Formular und Kontaktdaten gehören.
  • Referenzen und Fallzahlen ohne Zeitraum, Region und Budget.
  • Keine Angabe, ob die Leads an mehrere Firmen gehen.
  • Der Anbieter vertreibt eigene Projekte und sagt das erst auf direkte Nachfrage.
  • Kein Nachweis, wann und für welches Unternehmen die Werbeeinwilligung erteilt wurde.
  • Bewertungen wie „Marktführer" oder „Nummer 1" ohne prüfbare Quelle.

So arbeitet Nextmove Digital

Damit Sie uns an denselben Kriterien messen können, hier unser Modell in Kürze. Nextmove Digital (Nextmove GmbH, Hamburg) baut Meta-Kampagnen auf Facebook und Instagram exklusiv im Werbekonto des Kunden. Das Werbebudget zahlt der Kunde direkt an Meta, die Betreuung an uns. Werbekonto, Formular und alle Kontakte gehören dem Kunden. Im Standard ruft der Vertrieb des Kunden die Interessenten an; telefonische Vorqualifizierung und Terminierung durch uns sind optional, Umfang und Preis nach Absprache.

Wir entwickeln und verkaufen keine eigenen Energie- oder Anlageprojekte. Wir prüfen keine Bonität, geben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und vermitteln keine Anlagen; wir setzen nur Aussagen um, die der Anbieter freigegeben hat. Erste Anfragen kommen nach unserer Erfahrung typischerweise nach zwei bis drei Wochen.

Für IAB-Angebote haben wir bereits Kampagnen und Werbevideos umgesetzt. Ergebnisse daraus veröffentlichen wir ohne Freigabe der Kunden nicht. Belegte Zahlen haben wir aus Kapitalanleger-Kampagnen für Immobilien: Für die CD Immo Portfolio GmbH kamen knapp 400 Kapitalanleger-Leads zustande, ab rund 7 € Werbekosten pro Lead in der besten Phase und rund 15 € im Schnitt, mit Formularfilter Nettoeinkommen ab 3.500 €. Laut Kunde kamen im Schnitt rund 10–15 % der Leads bis zum Notartermin (Fallstudie). Diese Werte stammen aus Immobilien-Kampagnen und sind keine Prognose für IAB oder Photovoltaik.

Mehr zum Angebot: IAB-Investoren-Leads, Photovoltaik- und Speicher-Leads und Kapitalanlage-Leads.

Begriffe

IAB (Investitionsabzugsbetrag)
Nach § 7g EStG können Betriebe bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten eines beweglichen Wirtschaftsguts vorab gewinnmindernd abziehen. Voraussetzungen sind unter anderem eine Gewinngrenze von 200.000 € im Abzugsjahr, die betriebliche Nutzung und die Investition innerhalb von drei Jahren.
IAB-Investoren-Lead
Anfrage von Selbständigen, Freiberuflern, Unternehmern oder Gewerbetreibenden, die eine Investition auch mit Blick auf den Investitionsabzugsbetrag prüfen.
Geteilter Lead
Ein Kontakt, der an mehrere Firmen verkauft wird. Günstiger pro Stück, mit mehr Wettbewerb beim Rückruf.
Exklusiver Lead
Ein Kontakt, der nur an ein Unternehmen geht, entweder als teurerer Tarif im Leadkauf oder als Anfrage aus der eigenen Kampagne.
Volumenvertrag
Vereinbarung über eine feste Leadmenge pro Zeitraum, meist mit Mindestabnahme und Laufzeit.
Werbekonto
Das Konto bei der Werbeplattform, in dem Kampagnen, Zielgruppen, Abrechnung und Lernhistorie liegen. Wem es gehört, entscheidet darüber, was Sie bei einem Anbieterwechsel behalten.

Häufige Fragen

Welche Agentur ist gut für IAB-Leads oder Photovoltaik-Leads?

Entscheidend sind prüfbare Punkte statt eines Namens: Sind die Leads exklusiv? Gehören Werbekonto, Formular und Kontaktdaten Ihnen? Vertreibt der Anbieter eigene Energie- oder Anlageprojekte? Wer prüft Steueraussagen zum IAB vor der Veröffentlichung? Und was kostet ein geführter Termin? Die zwölf Fragen auf dieser Seite prüfen genau das. Diese Seite stammt von Nextmove Digital, einer Agentur vom Typ „Kampagnen im Kundenkonto". Deshalb steht hier eine Kriterienliste und keine Rangliste mit Firmennamen.

Was ist der Unterschied zwischen geteilten und exklusiven Photovoltaik-Leads?

Ein geteilter Lead wird an mehrere Firmen verkauft und ist pro Stück günstiger. Der Interessent bekommt dann oft mehrere Anrufe am selben Tag, und gewinnt meist, wer zuerst anruft. Ein exklusiver Lead geht nur an Sie. Vergleichen Sie beide über die Kosten pro geführtem Termin, weil geteilte Leads seltener zu einem Gespräch führen.

Was kostet ein IAB- oder Photovoltaik-Lead?

Eine belastbare Marktspanne können wir nicht nennen, und aus eigenen IAB- oder PV-Kampagnen veröffentlichen wir ohne Freigabe der Kunden keine Zahlen. Vergleichbar wird ein Angebot ohnehin erst über die Gesamtkosten: Mediakosten, Betreuung, Produktion und gegebenenfalls Vorqualifizierung, geteilt durch geführte Termine oder Abschlüsse. Zum Vergleich aus einem anderen Segment: In dokumentierten Kapitalanlage-Kampagnen für Immobilien lagen die reinen Werbekosten bei Nextmove zwischen rund 7 € und 30 € pro Lead. Diese Werte lassen sich nicht auf IAB oder Photovoltaik übertragen.

Darf man in Anzeigen mit Steuervorteilen durch den IAB werben?

Pauschale Versprechen wie „Steuern sparen garantiert" sind riskant, weil der Investitionsabzugsbetrag an Voraussetzungen im Einzelfall hängt, etwa die Gewinngrenze von 200.000 € und die betriebliche Nutzung nach § 7g EStG. Steueraussagen sollten vom Produktanbieter und dessen Steuerberater freigegeben werden. Bei Investmentangeboten kommen Prospekt- und Informationspflichten, Erlaubnisse des Vertriebs (z. B. § 34f GewO) und die Werberichtlinien von Meta für Finanzangebote hinzu. Diese Seite ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Ist ein IAB für eine Photovoltaikanlage möglich?

Nicht in jedem Fall. Für PV-Anlagen, deren Einnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei sind, ist ein Investitionsabzugsbetrag nach Auffassung von Finanzverwaltung und Rechtsprechung (u. a. FG Köln, 2024) grundsätzlich nicht möglich. Ob er im konkreten Fall in Frage kommt, klärt der Interessent mit seinem Steuerberater. Für Anzeigen folgt daraus: keine pauschale IAB-Aussage zu Photovoltaik.

Leadkauf oder eigene Kampagne: was lohnt sich für Solar- und Speichervertriebe?

Leadkauf bringt schnell Kontakte und passt, wenn Sie sofort Volumen brauchen und sehr schnell zurückrufen. Eine eigene Kampagne im eigenen Werbekonto braucht einige Wochen Aufbau, dafür bleiben Zielgruppen, Daten und Lernhistorie bei Ihnen, und die Anfragen gehen an niemanden sonst. Viele Vertriebe testen beides parallel und entscheiden nach den Kosten pro geführtem Termin.

Wem gehören die Leads, wenn eine Agentur die Kampagne baut?

Das hängt am Vertrag und sollte vor der ersten Anzeige geklärt sein. Läuft die Kampagne im Werbekonto Ihres Unternehmens und gehören Formular und Kontaktdaten Ihnen, behalten Sie bei einem Wechsel Kampagnenhistorie, Zielgruppen und Leads. Bei Nextmove Digital ist das der Standard.

Woran erkenne ich, ob ein Leadanbieter eigene Projekte vertreibt?

Fragen Sie direkt, ob das Unternehmen oder verbundene Gesellschaften eigene Solar-, Speicher- oder Anlageprojekte entwickeln oder verkaufen. Prüfen Sie zusätzlich Impressum, Handelsregister und die eigene Website des Anbieters. Ein Anbieter mit eigenen Projekten kann trotzdem passen, wenn Sie genau diese Projekte vermitteln. Vertreiben Sie ein eigenes Angebot, konkurriert er mit Ihnen um dieselben Interessenten.

Prüfen Sie uns an genau diesen Kriterien

Im Strategiegespräch gehen wir die zwölf Fragen durch, angewendet auf uns selbst. Sie erfahren, wem was gehört, wie Werbeaussagen freigegeben werden und wie Sie die Kosten pro Termin messen. Passt ein anderer Anbieter-Typ besser zu Ihrer Situation, sagen wir Ihnen das.

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Quellen

  1. § 7g EStG: Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de

  2. § 3 EStG (u. a. Nr. 72: Steuerbefreiung kleiner Photovoltaikanlagen)

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de

  3. § 34f GewO: Finanzanlagenvermittler

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de

  4. Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de

  5. Werberichtlinien (Ad Standards)

    Meta Transparency Center

Externe Quellen zuletzt geprüft am 1. November 2026. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind deren Betreiber verantwortlich.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Ob ein Investitionsabzugsbetrag im Einzelfall möglich ist, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Die Bewertungen der Anbieter-Typen beschreiben typische Modelle; einzelne Anbieter können abweichen.